Zahlreiche Ehrungen wurden beim Familienabend des TV Oberflockenbach vorgenommen. Bild: Marco Schilling 

 

Oberflockenbach. Nach einer kurzen Ansprache des Vorsitzenden Willi Tremmel standen im Saal des Vereinslokals „Zur Rose“ beim Familienabend des TV Oberflockenbach Ehrungen auf dem Programm. Zunächst überreichten Tremmel und Zweiter Vorsitzender Rudi Schmitt die silberne Vereinsnadel mit Urkunde für 25-jährige Mitgliedschaft an Wolfgang Ansorge, Joachim Hendler, Max Hendler, Daniel Herzog, Markus Herzog, Steffen Herzog, Hans Hummel, Marco Kaffenberger, Alexander Kunze, Renate Trissl, Matthias Weigold, Mathilde Werner und Manfred Wetter.

Für ihre langjährige ehrenamtliche Arbeit für den TVO wurden Hannelore Feickert, Andreas Gruber, Andreas Klinger und Ursel Schmitt mit der Verdienstmedaille des Vereins ausgezeichnet.

Eine besondere Ehrung nahm Andreas Gruber, Staffelleiter der weiblichen Jugend im BHV, vor. Er vertrat die kurzfristig erkrankte Karoline Fath vom Handballkreis Mannheim. In Reimform stellte er die drei zu ehrenden Personen vor und verlieh die silberne Ehrennadel des badischen Handballverbands für langjährige Vereinsarbeit in verschiedenen Funktionen an Regina Gruber, Carmen Klinger und Thorsten Schmitt.

Die Vorstandsmitglieder Friedel Herzog und Rolf Ordelheide bedankten sich bei Trainern, Betreuern und Übungsleitern für ihre Arbeit im zurückliegenden Jahr mit einem Geschenk. Nach dem Loseverkauf für die reichhaltige Tombola wurden zum Teil schon ältere Porträts von Vereinsmitgliedern beim „TVO-Klick“ auf die Leinwand projiziert, was für reichlich Spaß sorgte. Wer die betreffende Person zuerst erkannte, gewann einen Schnaps. Nach der Ausgabe der Tombola durch Max Hendler und Christian Lavin bedankte sich Rudi Schmitt beim Gasthaus „Zur Rose“ für die Unterstützung im vergangenen Jahr. Danach beendete Willi Tremmel den offiziellen Teil mit Dank an Simon Klinger am Klavier und allen, die für einen launigen Abend gesorgt hatten. (rs)

Vergangene Woche fand auf dem Waldsportplatz in Oberflockenbach die alljährige Sportwoche statt. Neben vielen kulinarischen Highlights wurde auch wieder ein abwechslungsreiches Programm geboten.

Gleich zum Auftakt ein absoluter Höhepunkt – das 50-jährige Jubiläum der Gymnastikdamen.
Vorsitzender Willi Tremmel begrüßte zunächst alle Anwesenden, darunter auch zahlreiche Gründungsmitglieder, von denen einige immer noch aktiv sind. Doch wie begann alles?

Großsachsen. Hans „Hannes“ Lochbühler, einer der fünf noch lebenden Spieler aus der Feldhandball-Traditionsmannschaft von 1956/57 ist am vergangenen Freitag im Alter von 88 Jahren friedlich in seinem Haus in der Kirchgasse eingeschlafen. Nach einem Sturz und einer schweren Operation ist der frühere Klassetorwart nie mehr richtig auf die Beine gekommen. Er wird nicht nur der Handballgemeinde fehlen.

Lochbühler war auch der Mann vor Ort. Als es das Gassefest noch gab, gab es auch einen „Gassefestbojmoschter“. Und der Lochbühlers Hannes war tatsächlich so etwas wie der Bürgermeister der Kirchgasse. Fast täglich sah man ihn im kleinen Vorgarten oder im Hof arbeiten. Lochbühler war immer zur Stelle, auch wenn es um Nachbarschaftshilfe ging. Der Mann, dessen Leben der Sport war, wird besonders den Kirchgässern fehlen. In den 1950er Jahren war er einer der besten, wenn nicht sogar der beste Feldhandballtorwart in Deutschland. Kein Wunder, dass er in die Nationalmannschaft berufen wurde und vor allem das Länderspiel 1956 in Karlsruhe, praktisch vor seiner Haustür, machte ihn bekannt. Der „Mann der Tat“ wurde mit der SG Leutershausen zweimal deutscher Vizemeister: 1956 in Wuppertal vor 30 000 Zuschauern gegen Bayer Leverkusen und 1957 im Finale im Karlsruher Wildparkstadion vor 25 000 Zuschauern gegen Frisch Auf Göppingen.

Hannes Lochbühler war zwar ein Großsachsener, doch spielte er von 1945 bis 1948 für die damalige DJK Leutershausen, die später mit dem Turnverein zur Sportgemeinde Leutershausen (SGL) fusionierte. Als Hans Lochbühler 1953 wieder vom TVG Großsachsen zur SG Leutershausen wechselte, schlug dies in seiner Heimatgemeinde Großsachsen sehr hohe Wellen, die erst viele Jahre später geglättet wurden. TVG-Schriftführer Erich Dallinger ermöglichte damals erst mit seiner Unterschrift den Wechsel vom Turnverein zum Nachbarn SG Leutershausen. Eine schwere Knieverletzung hätte „Loches“, so nannten ihn seine Mannschaftskollegen, beinahe seine Karriere gekostet. Lange wurde der Torwart in Schlierbach vom SGL-Mannschaftsarzt Dr. Klaus Reinhard behandelt und fand wieder zu seiner alten Form zurück, bis er mit dem Leistungssport aufhörte. „Sportlich war ich in Hause der Saasemer und in Saase immer der Heisemer“, sagte der Mann, dessen Mutter aus Leutershausen kam. So lange er mobil war, versäumte er kein Spiel „seiner“ SGL und war nach dem Schlusspfiff immer einer der ersten auf dem Feld, um sich mit Spielern und Trainern auszutauschen. Und auch beim TVG war er oft Gast, nicht zuletzt, weil Enkel Tim für Großsachsen am Ball ist.

Erfolgstrainer beim TVO

Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn trainierte Hans Lochbühler rekordverdächtige 21 Jahre den TV Oberflockenbach und führte den Odenwälder Klub von der Kreisliga bis hoch in die Oberliga, was dem „Hannes“ als Trainer und Mensch unglaublich viele Sympathien einbrachte. „Er war wie ein Vater für uns“, erinnerte sich unlängst Rudi Schmitt an Lochbühlers warme, herzliche Art. Die Wochenenden gehörten während der Saison immer dem Handballsport. Als treuer Zuschauer pendelte er mit seinem Moped immer zwischen den Sporthallen in Leutershausen und Großsachsen hin und her.

Für die SGL nicht nur am Ball

Beim Bau der SG-Sporthalle im Jahre 1963 war Hannes Lochbühler hinter dem Ehren-Vorsitzenden und seinem langjährigen Arbeitgeber Heinrich Beck der „Schaffer“ mit den zweitmeisten Helferstunden „am Bau“ und wurde dafür von seinem Verein mit einer lebenslangen Freikarte belohnt. Die SGL ernannte den tadellosen Sportsmann und Teamplayer 1983 zum Ehrenmitglied, er bekam außerdem noch die SGL-Verdienstmedaille und der Badische Handball-Verband ehrte den Sportler ebenfalls.

Beim CDU-Ortsverband Hirschberg zeichnete Prof. Dr. Karl A. Lamers Hans Lochbühler 2011 für langjährige Mitgliedschaft mit der Ehrenurkunde und einer Anstecknadel der CDU aus, unterschrieben von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel. Ein weiteres Hobby hatte der Mann, der bislang jeder schweren Krankheit die Stirn gezeigt hatte und in seinem Garten Erfüllung und Erholung fand, bei der Feuerwehr gefunden, bei der er über 70 Jahre dabei war und zum Oberlöschmeister befördert wurde. Vom Land Baden-Württemberg erhielt er für 25- und 40-jährige Mitgliedschaft bei der Feuerwehr das Ehrenkreuz in Silber und in Gold.

Mitglied war Hans Lochbühler auch beim Förderverein Christkönig Großsachsen und bei der katholischen Pfarrgemeinde. Der Mensch und Handballer „Hannes“ Lochbühler wird nicht nur seiner Frau Sigrid und seiner Familie, sondern auch dem ganzen Ort und seinem Sport fehlen. (wh)

Auf Initiative vom TV Oberflockenbach trafen sich im zurückliegenden Jahr mehrmals die Vorstandsmitglieder der Vereine TV Wünschmichelbach, KSV Steinklingen und Sängerbund Oberflockenbach, um sich über Gemeinsamkeiten und zukünftige Zusammenarbeit auszutauschen.

Wie die Jahre davor organisierte auch in diesem Jahr die Jugendabteilung des TVO eine Wanderung zum Nikolaus. Am Treffpunkt beim Vereinslokal "Zur Rose" wartete bereits der Wanderführer Klaus Fath auf die Kinder und Erwachsenen. Doch bevor die Wanderung losging wurden alle die, die wollten, mit einer Fackeln ausgestattet.

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