Sinsheim. Die Kreisliga-Handballerinnen der HSG Weinheim/Oberflockenbach mussten als Tabellenfünfter die Relegationsspiele zur von den Handballkreisen Mannheim und Heidelberg neu geschaffenen 1. Bezirksliga bestreiten. Doch die HSG war nicht vom Glück begünstigt: Bereits das Heimspiel gegen den TSV Phönix Steinsfurt hatten die Weinheimerinnen nur knapp mit 23:24 verloren.

Die Chancen für das gestrige Rückspiel in der Gymnasiumhalle in Sinsheim standen 50:50 - und so knapp war es dann auch. Am Ende allerdings mit dem glücklichen Ausgang für die Steinsfurter Gastgeberinnen. Sie setzten sich mit 19:18 (8:10) erneut knapp durch und lösten das Ticket zur 1. Bezirksliga. Die Weinheimerinnen treten in der 2. Bezirksliga an. „Die Köpfe hängen jetzt natürlich tief, weil die Mannschaft weiß, dass mehr drin gewesen wäre“, sagt HSG-Verantwortlicher Andreas Klinger. Aber er weiß auch: „Die Mannschaft bleibt zusammen. Und wir greifen mit unserem neuen Trainer Bernd Meyer in der neuen Runde wieder an.“

In einem torarmen Spiel hatte die HSG´ler bei der 10:8-Pausenführung noch knapp die Nase vorn. Doch mit drei Treffern binnen sechs Minuten nach Wiederanpfiff zum 11:10 drehte Steinsfurt die Begegnung wieder. Beim 13:14 (52.) durch Sina Klinger führten die Gäste ein letztes Mal. Das 15:14 nach einem Gegenstoß (53.) bedeutete dann so etwas wie den moralischen Genickbruch, denn aufgrund der geringeren Tore in diesem Spiel hätte die HSG mit zwei Treffern Differenz gewinnen müssen. Den Gästen zitterten jedoch die Hände und die Fehlwurfquote war zu hoch - allein fünf Siebenmeter ließen die Gäste wieder liegen. „In dieser Runde war der Wurm drin. Wir wurden nur haarscharf Fünfter, hätten als Vierter die Relegation gar nicht erst spielen müssen. Hinzu kamen die beiden Kreuzband-Verletzungen unserer Torfrauen zum Saisonende. Aber am Ende haben wir es selbst vergeigt“, sagt Klinger, der besonders den beiden Jugend-Torfrau Marta Lopiccolo und Luisa Kohl lobte, die sich beide in den Dienst der Damen stellten und aushalfen. (at)

Es spielten:

Lopiccolo, Kohl im Tor; Filster (3), Goduti, Müller (8/4), Berger (1), Menzel, A. Klinger (2), Seifert (3), Zuniga Arraras, Sattler, S. Klinger (1)

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